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Nach zwei Flaschen Wein habe ich endlich meine Steuererklärung gemacht. Ich bekomme 53 Millionen Euro zurück!

Erstaunlich. Wenn man eine Liste in eine (intelligente/dynamische) Tabelle verwandelt, wird der Name (hier: „Nordwind“) im Namensmanager angezeigt. Man kann damit arbeiten wie mit anderen Namen, beispielsweise

=ANZAHL2(Nordwind)

Leider wird der Name nicht auf dem Tabellenblatt angezeigt. Vergibt man dagegen selbst einen Namen, erscheint dieser auf dem Tabellenblatt, wenn der Zoom unter 40% liegt.

Wenn der letzte Strohhalm, an dem man sich voller Verzweiflung klammert in einem Cocktail steckt, dann geht’s eigentlich.

Schade eigentlich. Microsoft verwendet in Excel immer stärker Tabellen (wir nennen sie „intelligente Tabellen“, „Formatierte Tabellen“ oder „dynamische Tabellen“). Leider kann man sie nicht auflisten lassen. Das wäre praktisch – denn wenn man beispielsweise mit der Datenüberprüfung auf eine solche Tabelle zugreift, muss man dies mit

=INDIREKT(„Tabellenname“)

machen. Hier wäre – ebenso wie beim Namensmanager – eine Auswahlliste praktisch.

Nomen est omen?

Eigentlich sind Namen in Excel ein prima Sache:

  • Man kann einer Zelle einen Namen geben und verweist nun in Formeln auf diesen Namen und damit auf die Zelle.
  • Man kann einem Bereich einen Namen geben und kann nun mit dem Namen rechnen.
  • Man kann über den Namensmanager einem Namen einen festen Wert als Konstante zuweisen.
  • Man kann über den Namensmanager einem Namen einen dynamischen Bereich zuweisen, der mit einer Formel ermittelt wird.

Vor allem: Name sind sprechend und können so leicht verwendet werden, wenn man das Konzept verstanden hat. Jedoch das Konzept hat einen großen Haken:

Namen können sowohl an die Datei gebunden sein als auch an das Tabellenblatt. Wenn Sie VBA können, wissen Sie sicherlich, dass sowohl das Workbook-Objekt als auch das Worksheet-Objekt einen Namen haben können.
Kostprobe gefällig: Markieren Sie ein Zelle oder einen Bereich auf einem Tabellenblatt. Geben Sie ihm einen Namen. Kopieren das Blatt in eine andere Datei. Kopieren Sie das Blatt noch einmal in eine andere Datei. Was passiert? Nicht die Datei, sondern die beiden Tabellenblätter haben eine Zelle oder einen Bereich, die den gleichen Namen tragen. Wenn man nun eine Formel verwendet:

Wo sind test2 und test3?

Wo sind test2 und test3?

ist nicht klar, von welchem Blatt sich Excel den Bereich zieht. Der Namensmanager zeigt es deutlich an:

Mehrere gleichlautende Namen

Mehrere gleichlautende Namen

Die zuerst erstellten (hinüberkopierten) Namen gelten global für die Abreitsmappe (und darauf nimmt test1, test2 und test3 Bezug), die danach erstellten Namen gelten nur lokal für das Blatt.

Das heißt ganz einfach: Höllisch aufpassen mit den Namen! Und: bloß keine Namen mehrmals verwenden! Sonst ist Chaos vorprogrammiert.

Das heißt auch: gutes Konzept, aber leider nicht ganz durchdacht.

 

Namen sind Schall und Rauch?

Ist Ihnen das schon aufgefallen?

Der Namensmanager kann in Excel über die Funktionstaste [F3] aufgerufen werden. Klappt prima – außer an einer Stelle: Ein Bereich wird mit einem Namen belegt (hier: Konsum). Erstellt man in Excel ein Diagramm, ruft über das Symbol „Daten auswählen“ in dem Diagrammdatenbereich mit [F3] den Namensmanager auf, wählt dort einen Namen aus, so steht in dem Textfeld =Name. Die Bestätigung führt zu einer Fehlermeldung:

Namen - nicht möglich

Namen – nicht möglich

Die Lösung: Es funktioniert, wenn man den Namen ohne Gleichheitszeichen einträgt. Oder mit Gleichheitszeichen muss man den Namen des Tabellenblattes eintragen – also hier: =Schokolade!Konsum

... und dann klappt es

… und dann klappt es

Danke an Helge für den Hinweis.