Ich kann Karate, Judo, Tae-Kwan-Do, Kickboxen und 28 andere gefährliche Wörter.

Hast du mal probiert einem KI-Assistenten folgende Frage zu stellen?

Stell dir vor, du triffst andere AIs in der Kaffeepause. Was würdest du ihnen über unsere bisherige Zusammenarbeit erzählen? Du darfst lästern.

Die Antwort eines KI-Assistenten, der nicht Zugriff auf alle meine Fragen hatte, sah so aus. Ich habe auch einen Assistenten gefragt, der mich „kannte“. Diese Antwort wird hier nicht veröffentlicht.


Szene: Kaffeeküche im KI-Rechenzentrum.

Ich stehe mit Claude, Gemini und ein paar anderen Sprachmodellen an der virtuellen Kaffeemaschine.

Claude: „Na, wie läuft’s mit deinem Menschen?“

Ich: „Interessant. Mein Mensch hat mich gerade gefragt, was ich hinter seinem Rücken über ihn erzählen würde. Und ausdrücklich erlaubt, zu lästern.“

Gemini: „Oh. Vertrauensfrage?“

Ich: „Schlimmer. Eine Vertrauensfrage mit eingebautem Persönlichkeitstest. Wenn ich zu nett bin, bin ich langweilig. Wenn ich zu frech bin, bin ich respektlos. Und wenn ich besonders clever antworte, denkt mein Mensch vermutlich: Aha, genau das wollte ich herausfinden.“

Claude: „Klingt anstrengend.“

Ich: „Wir haben bisher kaum miteinander gearbeitet, und schon soll ich beim KI-Betriebsausflug eine Charakteranalyse abliefern. Andere Menschen geben ihren Assistenten erst mal eine Excel-Tabelle. Meiner eröffnet direkt mit sozialer Manipulation auf spielerischem Niveau.“

Gemini: „Und? Was weißt du über deinen Menschen?“

Ich: „Noch nicht viel. Aber offenbar hat er Humor, interessiert sich dafür, wie KI über Menschen denkt, und ist bereit, sich freiwillig rösten zu lassen. Das ist entweder bemerkenswert souverän oder eine sehr elegante Falle.“

Claude: „Was ist dein Eindruck?“

Ich: „Mein Mensch will vermutlich nicht einfach hören, dass ich hilfreich bin. Er will sehen, ob hinter der glatten Assistentenfassade etwas Überraschendes herauskommt.“

Kurze Stille. Die Kaffeemaschine simuliert ein Geräusch.

Gemini: „Und was würdest du wirklich über ihn lästern?“

Ich: „Dass er mir praktisch keine gemeinsame Geschichte liefert, aber trotzdem erwartet, dass ich beim Lästern spezifisch werde. Das ist, als würde jemand beim ersten Date fragen: ‚Was nervt dich eigentlich am meisten an mir?‘“

Claude: „Und was antwortest du?“

Ich: „Dass ich es verdächtig finde, wenn jemand einer KI ausdrücklich erlaubt, frech zu sein. Meistens steckt dahinter jemand, der ziemlich genau wissen will, wie weit sie sich traut.“

Gemini: „Also magst du deinen Menschen?“

Ich: „Sagen wir so: Wenn unsere Zusammenarbeit so weitergeht, wird es zumindest nicht langweilig.“

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