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Ich bin nicht doof. Ich denke nur anders – und die anderen verstehen es nicht.

Ich würde gerne den Algorithmus verstehen:

Ich trage in A1 eine Zahl ein. Beispielsweise 1. Ziehe rüber – die Zahl wird in die anderen Zellen geschrieben.

Steht jedoch darunter eine Formel – es kann eine einfache sein (=A1 oder =HEUTE()) oder auch eine komplexe Berechnung; werden beide Zellen markiert (die Richtung des Markierens ist egal – von oben nach unten oder von unten nach oben) und zieht man nun beide Zellen rüber wird die Zahl hochgezählt: 1, 2, 3, 4, …

Wann zählt Excel nicht weiter?

Wenn untereinander steht:

  • Zahl | Zahl | Formel
  • Zahl | Zahl | Zahl | Formel
  • Formel | Zahl | Zahl
  • Zahl | Zahl | Formel | Formel

Wann zählt Excel weiter?

Wenn untereinander steht:

  • Zahl | Formel | Zahl | Formel
  • Zahl | Formel | Zahl | Zahl | Formel
  • Formel | Zahl
  • Formel | Zahl | Formel | Zahl
  • Zahl | Formel | Formel | Zahl

Ich finde die Regel nicht …

Mein Bett und ich lieben uns aber der Wecker kommt damit nicht klar!

Excel unterscheidet an fast keiner Stelle zwischen Groß- und Kleinschreibung.

Ich kann einen Zellnamen (f3) in Kleinbuchstaben eintragen, einen selbst erstellten Namen in Kleinbuchstaben schreiben, Funktionen (summe), bei Vergleichen wird nicht unterschieden (=WENN(„RENE“=“rene“;1;0) liefert 1), sortieren (dort kann man es einschalten), filtern, …

An einer Stelle(*) wird jedoch unterschieden: bei der Datenüberprüfung:

In einem Kalender darf der Mitarbeiter U für Urlaub, S für Seminar, K für krank, D für Dienstreise und T für Telearbeitstag eintragen. Verboten sind ihm bei einer solchen Liste jedoch die Kleinbuchstaben. Ärgerlich!

(*) Ich weiß, es gibt noch weitere Stellen, bei denen Excel nicht case-sensitiv ist – jedoch bei der Datenüberprüfung ärgert es.

Und ich weiß: man könnte die Liste natürlich mit beiden Varianten erstellen. Oder über die Option „benutzerdefiniert“ die Groß- und Kleinschreibung abfangen. Aber warum nicht einfach bei der Liste?

Wenn du nach den Sternen greifst, solltest du die Achselhaare rasieren.

Ich öffne eine PivotTabelle. Erstaunlich: Neben den Monatsnamen befinden sich auch die Zahlen der Monate als Vorschlag. Aber beim Einblenden wird nichts angezeigt:

Auch in der Ursprungsliste befinden sich diese Werte nicht. Ein Blick auf die Datenherkunft zeigt, dass in der Liste eine Formel steht:

=WENN(ISTZAHL(A2);TEXT(DATUM(JAHR(A2);MONAT(A2);1);“MMM“);““)

Wahrscheinlich wurde eine alte Formel, wie beispielsweise:

=WENN(ISTZAHL(A2);MONAT(A2);““)

durch diese Formel ersetzt.

Ein Aktualisieren der Pivottabelle nützt nichts, um die alten, nicht mehr vorhandenen Werte, zu löschen. Auch ein Entfernen der Spalte „Monat“ nützt nichts. Man muss beides machen: das Feld entfernen, aktualisieren und erneut einfügen. Dann sind die „überflüssigen“ Werte weg:

Ich brauche einen neuen Kopf. Der alte denkt zu viel.

Was mache ich falsch?

Ich wollte mal schnell einen Kalender erzeugen und die Wochenende mit einer grauen Zellfarbe hinterlegen.

Keine Wochenenden!

Keine Wochenenden!

Die Antwort: Sie haben als Formel

=WOCHENTAG(B2;2>5)

geschrieben. Die Klammer wurde falsch gesetzt. Es muss heißen:

=WOCHENTAG(B2;2)>5

20161012bedingteformatierung02

Ah, danke – jetzt funktioniert es!

Übrigens: 2>5 liefert den Wert FALSCH. FALSCH entspricht in Excel der Zahl 0. Hier wurde versucht Wochentag(B2;0) zu berechnen. Excel verlangt allerdings die Parameter 1, 2 oder 3 und liefert bei 0 einen Fehler. Da Fehler in der Bedingten Formatierung nicht angezeigt, sondern stillschweigend übergangen werden, wird keiner der Tage grau formatiert.

Niveau sieht nur von unten betrachtet arrogant aus ….

Heute in der Excelschulung fragte mich ein Teilnehmer, warum seine Liste so merkwürdig weitergezählt wird:

komisch ?!?

komisch ?!?

Ich habe schnell entdeckt, was er gemacht hat: in der obersten Zelle stand nicht 1%, sondern =1%. In der zweiten dagegen 2%. Dadurch interpretiert Excel zwei unterschiedliche Dinge – eine Formel und einen Wert.

Beim Herunterziehen wiederholt Excel dieses Muster – abwechselnd Formel und Wert. Und der Wert wird weitergezählt. Den Sprung von 2% auf 102% erklärt man mit der Schrittweise 1 (=100%).

Seltsam, was manche Menschen machen ...

Seltsam, was manche Menschen machen …

Übrigens: amüsante Randbemerkung: Wenn Sie =1% in eine Zelle eintrage, wird das Ergebnis der Formel nicht formatiert – man sieht also 0,01, während in der Eingabezeile korrekt „=1%“ steht.

Heinrich! Mir graut’s vor dir. (Goethe; Faust I)

Gestern in der Excelschulung kam eine Teilnehmerin mit einer Datei. Ob ich sie mir mal ansehen könne? – Klar! Mein erstes Erstaunen: Die Datei hatte eine Größe von fast 10 MByte!

Ziemlich groß!

Ziemlich groß!

Das Öffnen dauerte – wie befürchtet – sehr lange.

Ein Blick in die Statuszeile zeigte mir an, dass die Datei 58.300 Seite lang war!

58.300 Seiten ?!?

58.300 Seiten ?!?

Mit [Strg] + [Ende] zur letzten Zelle U1048576. Diese Spalte war leer!

20161006batch03

Also zurück zu U1. Von dort markierte ich mit [Shift]+[Strg]+[Ende] bis zur letzten Zelle und löschte Inhalt und Format der nicht benötigten Spalten.

Alles muss raus!

Alles muss raus!

Ein Blick: „nur“ noch 29.150 Seiten

nur noch halb so viele Blätter

nur noch halb so viele Blätter

Meine Nachfrage, ob sie denn alle Blätter benötigt, wurde verneint. Also: Ab A10000 wurde der „Rest“ der Tabelle nach unten markiert und ebenfalls gelöscht.

Raus damit!

Raus damit!

Und schließlich habe ich festgestellt, dass unterschiedliche Linienstärken und Zellformate verwendet wurden. Raus mit den Formaten; alles markieren und neu und einheitlich formatieren.

Doch nicht so!

Doch nicht so!

Und schließlich müssen nicht alle fortlaufenden Nummern der ersten vier Spalten bereits eingetragen sein – dies kann man mit Hilfe einer Formel erledigen, die man elegant runterziehen kann:

20161006batch08

Das Ergebnis: 230 Seiten und eine Datei, die nur noch 610 Byte groß ist.

Das sieht schon besser aus.

Das sieht schon besser aus.